antrieb & motivation

skepsis.

ominöse finanzberater, youtube-investmentgurus oder sonderbare facebook-werbeanzeigen versprechen dir hohe, dreistellige renditen im jahr? dir kommt das alles betrügerisch vor? hier liegt deine intuition in den meisten fällen richtig und sie hat dich glücklicherweise schon vor einigen fehlgriffen bewahrt. falls du bereits erste überlegungen für dein investment gestartet hast, hast du dich bestimmt gefragt, auf welche informationen du dich eigentlich verlassen kannst. 

wollen wir ehrlich sein. da du leider keine glaskugel für vorhersehungen besitzt und dich auch nicht ausschließlich auf deine intuition verlassen solltest, brauchst du knowhow und erfahrung. wir wollen dir den werkzeugkasten an die hand geben, den du für erfolgreiche investments brauchen wirst – ohne schnickschnack, ohne tamtam. wir möchten, dass du deine eigene strategie entwickeln kannst, die stets einen plan b bereithält, sofern deine anlage zwischenzeitlich mal nicht so gut laufen. der kompetenzaufbau durch uns, die et-invest, ist ein erster schritt, selbstsicher in dieses neue und faszinierende themengebiet einzutauchen.

investments im börsenbereich erfordern ein hohes maß an selbstkontrolle. dazu gehören eine eingeschränkte emotionalität, wohlüberlegte strategien und langfristige denkweise. dafür ist kein abgeschlossenes wirtschaftsstudium notwendig. wir möchten dir frei von jedem vorurteil zeigen, was du vor dem investieren an der börse wissen musst und ob sich die tief verankerte furcht von aktiengeschäften begründen lässt.

der crash kommt.

die sorge, direkt vor einem crash zu investieren, ist für viele anfänger häufig der ausschlaggebende grund, nicht oder zu spät zu investieren. in den meisten fällen kostet dich das zögern bereits einige prozentpunkte an rendite – das bedeutet aber nicht, dass du noch heute all-in gehen solltest.

crashs, korrekturen und seitwärtsbewegungen, in denen die finanzmärkte stagnieren oder gar zusammenfallen sind marktphasen, die nicht nur vorübergehen, sondern auch für die wertbildung von bedeutung sind. in der praxis gelten diese zeitpunkte für investoren auch als perfekte „buy-in“-phasen, in denen zukäufe getätigt werden. dieses zukaufverhalten steht dann widersprüchlich zu emotionen und intuition eines jeden privaten kleinanlegers. auch großinvestoren haben emotionen, nur beherrschen sie die kunst, diese – zumindest an der börse – auszublenden.

die coronakrise.

der letzte crash fand im jahr 2020 statt. der auslöser war der coronavirus und die daraus resultierenden, unüberschaubaren auswirkungen auf die weltwirtschaft. im chartverlauf siehst du diesen starken kurseinbruch in allen finanzmärkten der welt. vielleicht wirkt dieser einbruch für dich nicht weiter relevant. die zahlen hierzu fallen jedoch wesentlich aussagekräftiger aus. in einigen märkten markierten die indizes ein minus von 40% in nur drei wochen. 

krisen und erholung.

wie du wahrscheinlich bemerkt hast, haben sich die kurswerte nach dem coronacrash sehr schnell wieder erholt. doch es gibt auch andere krisen, deren erholungszeit über mehrere jahre andauerte. diese möchten wir dir nicht vorenthalten, da es notwendig ist, auch diese marktphasen zu kennen und gesehen zu haben, um später als aktiver investor langfristiger-orientierter agieren zu können. jeder investor liebt hohe gewinne, aber nicht jeder bleibt bei verlusten standhaft.

alternativen.

in deutschland war lange zeit das klassische sparbuch populär. banken garantierten relativ hohe zinssätze bei wenig risiko, ein zustand, der durch die vorgegebenen leitzinsen der zentralbanken heute undenkbar wäre. ganz gegenteilig werden heute strafzinsen auf höhere guthaben berechnet. je nach vermögen, werden so teilweise ganze prozentpunkte des gesamtvermögens eingezogen – und das jahr für jahr. auch tagesgeld- oder festgeldkonten bieten keine merklichen zinsen mehr. warum sie trotzdem zu einem ausgewogenen portfolio gehören, erfährst du später.

in anderen ländern, wie beispielsweise den usa oder großbritannien, ist die aktionärsquote unter kleinanlegern schon seit jahren wesentlich größer.

Sparbücher
0,1%
Tagesgeld
0,2%
Weltportlios (konservativ)
2%
Weltportlios (offensiv)
7,5%

schematisch, erwartbare Renditenrelationen

leitzinsen.

welchen einfluss die von den zentralbanken vorgegeben leitzinsen auf die märkte haben, solltest vor dem investieren verstanden haben. 

  • niedrigzins-phasen erhöhen den allgemeinen konsum, da kredite äußerst erschwinglich sind. dieser erhöhte konsum lässt sich auch u.a. an den umsatzzahlen der unternehmen ablesen, wodurch in der theorie auch deren aktienkurse steigen. dieses phänomen (mit inbezugnahme anderer unternehmensdaten) entspricht dem ansatz der fundamentalanalyse.
  • niedrigzins-phasen ermöglichen aber auch unternehmen günstig kredite aufnehmen oder ggf. offene darlehen schneller tilgen können. durch fundamentaldaten wie die eigenkapitalquote und den verschuldungsgrad werden diese für investoren sichtbar. diese daten verändern die einschätzung für die entwicklung eines unternehmen.
  • niedrigzins-phasen steigern dadurch die gesamtmenge des liquiden geldes eines marktes und reduzieren so die kaufkraft der währungseinheiten.
  • niedrigzins-phasen erzeugen im extremfall sogenannte „blasen“ oder „bubbles“, also die massive (marktbezogene) überbewertung einzelner assetklassen, weil salopp gesagt, „niemand mehr weiß wohin mit dem geld“. der immobilienmarkt hat diese blasenverhalten beispielsweise schon häufig aufgezeigt.

inflation.

die inflationsraten stehen in direkter korrelation zu den leitzinsen und sind für investoren einer der wichtigsten faktoren für die bewertung der aktuellen marktlage. die zentralbanken können durch ihre geldpolitik auf diese einfluss nehmen.

  • mit einer restriktiven geldpolitik, dem anheben des zinssatzes, die inflationsrate hemmen,
  • mit einer expansiven geldpolitik, dem senken des zinssatzes, die inflationsrate steigern.
  • zusätzlich wird über das erwerben (oder nicht-erwerben) von staats- und unternehmensanleihen einfluss genommen.
 

es gibt aber auch faktoren, die nicht von den zentralbanken gesteuert werden.

  • durch schnelle verlagerung der angebots- und nachfragerelationen, z.b. bei lieferengpässen global benötigter ressourcen, entsteht inflation.
  • in konsumschwachen marktphasen, z.b. zu beginn einer hochzins-phase oder nach dem platzen einer spekulationsblase, entsteht deflation.

kaufkraft-rechner.

untenstehend findest du unseren kaufkraft-rechner. dieser soll dir zeigen soll, wie schnell deine liquiden rücklagen durch die inflation an kaufkraft verlieren. die aktuellen inflationsraten findest du bei destatis, dem statistischen bundesamt.

konklusion.

was du nun gelernt hast:

  • crash und korrekturen sind vorrübergehende marktphasen, die bei langfristigen portfolios zum „nachlegen“ einladen.
  • vorgegebene leitzinsen beeinflussen die marktsituation und die anlageoptionen.
  • die inflationsrate schmälert permanent dein liquides vermögen.
  • der mediale spuk vom „baldigen crash“ ist für langfristige portfolios irrelevant. 

investieren.

du solltest nun damit vertraut sein, wie unser wirtschafts- und finanzsystem im allgemeinen funktioniert. es muss hinzugefügt werden, dass wir keinen anspruch auf vollständigkeit erheben und es uns nicht möglich ist, alle grundlagen der wirtschaft ausgiebig zu beleuchten. falls du offene fragen hast, findest du vielleicht in unseren faqs eine antwort. falls nicht, kannst du gerne unser dort befindliches kontaktformular nutzen.

damit du dein vermögen nun vor der inflation schützt ist und du gleichzeitig wieder „zinsen“ bekommst, ist es notwendig, dieses anzulegen. dein investment sollte dabei breit diversifiziert sein und in verschiedene assetklassen aufgeteilt sein. in unserer nächsten lesson zeigen wir dir, was assetklassen sind und wie durch diese unterschiedliche risikoprofile oder anlagelaufzeiten realisiert werden können.